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RTB Wanderung 2019 Heidelberg
von Gerd Dürr

Hotel Scheid in Schriesheim war vom 16.-19. Mai Ausgangspunkt unserer diesjährigen Wanderung.
Heike und ich waren am Mittag des 16. Mai abfahrbereit, doch mussten wir noch auf unseren Weinlie-feranten warten. Um 15 Uhr war das Ehepaar Kreuz noch nicht da, so entschieden wir uns für die Fahrt nach Heidelberg. Gegen 18.30 Uhr erreichten wir das Hotel Scheid in Schriesheim. Eingetroffen waren bereits Ricarda mit Christa, Gerhard und Marion mit Stephan, sowie nach längerer Zeit wieder dabei Axel und Claudia Schacht, die mit ihrer Tochter Rosanna angereist waren. Zum Abendessen gingen wir eine knappe halbe Stunde nach Schriesheim ins Restaurant „Altes Gasthaus“. Der Rückweg bei milder Temperatur tat der Verdauung gut.
Am Freitagmorgen traten wir zu zehnt die erste Wanderung an. Gleich vom Hotel gingen wir in den Odenwald, auf wunderschönen Wegen ging es unentwegt bergan. Am höchsten Punkt erreichten wir das Ausflugsrestaurant „Weißer Stein“. Wir machten dort eine Stunde Rast und nahmen auf der Terrasse platz Auf jedem Tisch stand ein Topf mit unterschiedlichen Kräutern. Nicht alle wurden gleich richtig erraten. Zurück ging es überwiegend bergab und in ca. 2 Stunden erreichten wir Heidelberg, so war mein Plan. Wie so oft kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Vom Weißen Stein ging es sternenförmig in 5 Richtungen, ich entschied mich für die Beschilderung -Heidelberg 8 km- . Es sollte die falsche Richtung gewesen sein. Aus unerklärlichem Grund kamen wir zu weit nach Westen ab. Bei der Rückführung auf den richtigen Weg mussten wir einige Steigungen bewältigen. Plötzlich ging das Telefon bei der Heike. „Hallo Thea“, Thea fragte: Wo seid ihr? Thea weiter, wir (Thea und Ferry) sind auf dem Schloss und warten auf euch. Leider konnten wir keinen korrekten Standort und schonmal gar keine Ankunftszeit angeben, sodass wir nochmal telefonieren wollten. Eine Stunde später der zweite Anruf von Thea. “Wir sind jetzt wieder in Heidelberg und warten auf euch“. Nun waren wir nach einigen strapaziösen Anstiegen auf den richtigen Weg angekommen und eine Stunde später bei guter Laune Thea und Ferry auf der „Alten Brücke“ in Heidelberg in Empfang nehmen. Der geplante Besuch auf dem Schloss und die Einkehr in ein wunderschönes Cafe mussten leider der verlorenen Zeit zum Opfer fallen. Das sollte es mit dem heutigen Pech nicht gewesen sein. Wir mussten sehen, dass wir ohne Umschweife die Straßenbahn nach Schries-heim bekommen. Pünktlich am Bismarckplatz angekommen fuhr die Bahn mit Verspätung ab, dass hatte widerum zur Folge, dass wir den Anschlussbus in Schriesheim verpassten. Wir haben uns dann für den Fussmarsch von einer halben Stunde entschieden. Mittlerweile waren auch Babette und Klaus, sowie Heike und Jürgen als auch Mila und Ingo im Hotel eingetroffen. Nur eine halbe Stunde Zeit für Begrüßung, frisch machen und umziehen, gingen wir wieder zurück nach Schriesheim zu einer gebuchten Weinprobe mit warmen Essen beim Winzer Wehweck. Der Juniorchef als frisch gebackener Winzermeister führte uns gekonnt in die Kunst der Weinkellerei ein. Noch vor dem Essen haben wir uns erhoben um dem Jürgen ein Geburtstagsständchen zu bringen. Nach den Proben von sechs verschiedenen Weinen ging ein informativer Abend mit einigen Promille zu Ende.


Der Samstagmorgen begann traditionell mit einem Frühstückslauf, die Frühaufsteher waren Ingo, Jürgen, Klaus und ich. Am Vorabend hatten wir noch den Plan für den Samstag besprochen und kamen zu dem Schluss, statt mit der Bahn lieber mit dem Auto zu fahren und hatten dadurch eine Stunde am Morgen gewonnen. Wir fuhren also mit vier Wagen auf den Königstuhl, wo wir um 11 Uhr mit der Wanderung nach Neckarsteinach geginnen wollten. Noch ein paar Fotos vom Königstuhl ins Tal des Neckar mit der Altstadt von Heidelberg und pünktlich wurde gestartet. Im Gegensatz zu der Freitagstour war es nun eine überwiegend bergab Wanderung. Auf der Vortour hatte ich mit der Heike 2 ½ Std. geplant und so sollten wir um 14 Uhr zeitig das Schiff erreichen. Wie das nun mal so ist, wenn man mit einer großen Gruppe aus der sich mehrere kleinere Grüppchen bilden, klappt das mit der vorgegebenen Zeit nicht wie geplant. Ich merkte immer mehr wie uns die Zeit enteilte. Wir mussten unbedingt das Schiff um 14 Uhr besteigen, denn Plan B war nicht vorgesehen. Es war 13.45 Uhr als wir in Neckarsteinach ankamen. Es gab jedoch noch eine Unbekannte, wie ist der kürzeste Weg zum Anlegeplatz. Auf der Vortour hatten wir einen kolossalen Umweg gemacht, dass musste jetzt kürzer gehen, aber wie? Wir mussten noch rund 200 m gehen bis zu einer großen Kreuzung. Ich konnte den Neckar schon riechen, aber wo in Gottes Namen ist das Schiff. Um über die Kreuzung zu gelangen mussten wir zweimal eine rote Ampel überqueren. Ich merkte schon wie mein Blutdruck anstieg und dachte mir, können wir uns nicht einmal verkehrswidrig verhalten, aber es war schon richtig das nicht getan zu haben. Die Ampel zeigte Rot und es war 13:52 Uhr. Endlich waren wir auf der anderen Seite der Kreuzung angekommen, da fragte die Heike eine Passantin nach dem Weg. Danach mussten wir nur geradeaus und dann sieht man den Hafen schon. Es war 13.55 Uhr. Wir gingen strammen Schrittes, ich glaube wir hatten das doppelte Tempo wie zuvor. Wir kamen an eine kleine Brücke, einem Nebenarm vom Neckar, es war 13.58 Uhr, da dachte ich mir, dass war´s. ….. Da rief plötzlich jemand „hierher“ und tatsächlich sahen wir unser Schiff und stiegen zu. Die Uhr zeigte 13.59, geschafft. Laut Fahrplan fährt das Schiff durch zwei Schleusen eine Stunde bis Heidelberg. Hatten wir vorher noch Glück das Schiff erreicht zu haben, war es uns diesmal nicht so hold. Nach dem passieren der 1. Schleuse kamen wir nach einer Weile zum Stillstand. Ich sagte da kommt noch eine Schleuse, worauf der Klaus meinte, dass glaube ich nicht, denn dahinten geht das Wasser auf eine Ebene weiter. Ich fragte eine Bedienstete nach dem Umstand der Verzögerung. Es war wohl ein unplanmäßiger Frachter der sich aus der Gegenrichtung als erster in die Schleuse setzte und sich somit die Fahrt um 20 Min. verzögerte. Da ich um 15.15 Uhr uns im Cafe Gundel angemeldet hatte mussten wir dort anrufen und um Aufschub bitten. Als wir in Heidelberg ankamen konnten wir schon in die Richtung zu dem Cafe gucken, doch das Schiff fuhr noch einige hundert Meter bis zur Anlegestelle. Nun mussten wir uns abermals sputen, um nicht noch später im Cafe anzukommen. Es war dann 15.45 Uhr , wir betraten ein vollbesetztes Cafe, doch für uns waren noch Plätze frei. Man musste sich die Torten aussuchen, bekam eine Nummer und dann nahmen wir an unseren reservierten Tischen Platz, warteten auf die Bedienung, bestellten noch den Kaffee und kurzum kamen auch die Torten mit. Für 16.30 Uhr hatte ich eine Stadtführung bestellt , die dann auch um einige Minuten nach hinten verschoben werden musste. Gut das wir das Handyzeitalter haben, ein kurzer Anruf und alles war geregelt. Ferry führt uns gekonnt durch seine 2. Heimatstadt zum Löwenbrunnen. Die Stadtführerin hatte sich gerade vorgestellt, da fing es an zu regnen. Wir hatten mehrfach die Möglichkeit uns unter zustellen, denn der Regen sollte nicht mehr nachlassen. Am Ende einer zu kurz geratenen Führung kamen wir am Fuße der Bergbahn an. Dort lösten wir Tickets für die Durchfahrt zum Königstuhl. Der Eile halber bekamen alle 18 Teilnehmer ein Seniorenticket. Der Regen hat nun aufgehört und so konnten wir aus der Bahn den Blick auf Heidelberg genießen. Die 2. Etappe wurde mit einer Schweizer Bergbahn bewältigt. Sie ist eine der ältesten noch tätigen Bergbahnen überhaupt. Alle 10 Jahre werden die einzelnen Waggons auf einen Tieflader verfrachtet, um in der Schweiz sie voillständig zu überholen. Im Hotel angekommen mussten wir uns leider schon von der Familie Schacht verabschieden. Schön das Rosanna mit war, eine kleine Anekdote. Als gebürtige Wermelskirchenerin besuchte sie auch das hiesige Gymnasium und so kam es, dass sie unseren Oberstudienrat in Ruhestand Stephan mit den Worten „ich hatte einmal Geschichte bei ihnen als Vertretung“ sagte, worauf Stephan antwortete „Geschichte?“ Er konnte sich nicht mehr daran erinnern, lag es daran, dass ihm die Rosanna nicht aufgefallen war, oder dass er nur so selten das Fach unterrichtete. Aber nach 35 Dienstjahren an der Schule mit zigtausend Schülern sei ihm das Verziehen. Die Zuhörer konnten sich ein Lachen jedoch nicht verkneifen.
Am Sonntag fuhren wir 10 km mit unseren Autos nach Wilhelmsfeld. Von dort gingen wir am 3. Tag unserem Wanderwochenende eine kürzere und entspannterer Runde. Zuerst bestiegen einige einen Aussichtsturm mit über 100 Stufen. Ich muss wohl nicht betonen, dass von dort oben eine fantastische Aussicht zu genießen war. Nach drei Stunden trafen wir uns in einem italienischem Restaurant zum Abschlussessen und resümierten über ein spannendes, ereignisreiches Wanderwochenende von Heidelberg.
Dies war nur ein Schnupperwochenende. Ein weiterer Besuch der hübschen Stadt mit Einkehr zur Brauerei und weiteren Cafes ist auf jeden Fall lohnenswert.



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