Nachrichten
Kontakt
Beitrag / Anmeldung
Sportangebot/Abteilungen
Verein, Organisation
Internetzeitung 2019
   RGA Interwiew E. Schneider
   RGA Kinder Abenteuersport
   RGA Behinsertensport im RTB
   RGA Bericht Hockeyaufstieg
   RGA - Ulrike Kirchhoff 1
   Hockeyweltmeisterin Ulrike Kirchhoff
   Alina und Jan Garweg
   Bergische 50 Kilometer
   Alina + Jan Garweg holen DM-Titel
Internetzeitung 2018
Internetzeitung 2017
Internetzeitung 2016
Internetzeitung 2015
Internetzeitung 2014
Internetzeitung 2013
Internetzeitung 2012
Internetzeitung 2011
Internetzeitung 2010
Internetzeitung 2009
Internetzeitung 2008
Internetzeitung 2007
Internet-Zeitung 2006
Internet-Zeitung 2005
Internet-Zeitung 2004
Vereinszeitungen
Sportstätten
Impressum + Datenschutz

   



Im Gespräch
Der Sport ist für ihn wie ein Elixier
Aktualisiert: 19.02.19 15:16

+
Wenn nicht gerade die Achillessehne zwickt, zieht es Edgar Schneider hinaus zum Sport. Er ist seit 64 Jahren Mitglied beim Reinshagener TB und ist dort nach wie vor unverzichtbar.
© ES

Edgar Schneider ist seit 50 Jahren Trainer beim Reinshagener TB. Viele sehen in ihm den
„Mister RTB“.
Von Andreas Dach

Draußen scheint die Sonne, und Sie liegen daheim auf der Couch. Das passt so gar nicht zu einem sportlichen und naturverbundenen Menschen wie Ihnen.

Edgar Schneider: Eine Achillessehne ist geschwollen und dick. Das ist wie angeflogen gekommen. Durch Kühlen
und Schmieren geht es schon besser. Morgen noch – und am Donnerstag stehe ich wieder in der Halle.
Womit wir beim Thema wären. Sie sind seit 64 Jahren Mitglied beim Reinshagener Turnerbund, waren 30 Jahre Oberturnwart und feiern in diesem Jahr 50-jährige Trainertätigkeit bei Ihrem Verein. Sind Sie so etwas wie der Mister RTB?

Schneider: Der Blick auf die Zahlen ist schon beängstigend. Es ist unglaublich, was da im Laufe der Jahre alles zusammengekommen ist, Aber mit dem Mister RTB – das höre ich nicht so gerne. Ich bin nur einer, der viel gemacht hat beim RTB. Organisation und Planung liegt halt nicht jedem. Ich sehe mich als Motor, der manche Dinge mit angeschoben hat.

Angesichts Ihrer sportlichen Vita klingt das sehr bescheiden. Sie sind 72 Jahre und noch immer sehr aktiv für Ihren Verein tätig.

Schneider: Donnerstags leite ich eine Fitnessgruppe in der kleinen Halle der Schule Reinshagen, freitags bin ich Übungsleiter bei den Leichtathleten in der Halle West. Ich mache wirklich hartes Training, verlange viel. 130 bis 140 Situps müssen es schon sein. Wenn es mal fünf weniger sind, drücke ich aber ein Auge zu.
Das Beste ist – Sie machen selbst vor und mit. Wo nehmen Sie die Energie und die Motivation her?
Schneider: Es macht mir große Freude, die Leute anzufeuern. Es ist für mich die schönste Rückmeldung, wenn sie mir hinterher sagen, dass ihnen die Stunde Spaß gemacht hat. Ich muss einfach ständig etwas tun, möchte Leute um mich haben.

Dazu gehört auch die jährliche große Radtour über drei Tage, welche Sie mit den Leichtathleten und einigen Vereinsmitgliedern mehr absolvieren.

Schneider: Genau, das organisiere ich jährlich. Wir haben auf diese radelnde Weise schon sehr viel von Deutschland gesehen: Lahn, Weser, Hohes Venn – und noch viel mehr. Diesmal geht es im Sommer von Osnabrück nach Meppen. Ein Bus bringt uns und die Räder zum Startpunkt und holt uns hinterher am Zielort wieder ab. Das ist ideal. Ich freue mich schon sehr darauf.

Das Radfahren gehört mittlerweile zu ihren liebsten Sportarten.

Schneider: Ja, ich bin viel mit dem Rad unterwegs. Was aber auch mit der neuen Hüfte zu tun hat, die ich bekommen habe. Dazu walke ich auch sehr gerne. Läufe sind leider nicht mehr möglich.

Gleichwohl Laufen ein gutes Stichwort ist. Was viele möglicherweise gar nicht mehr so präsent haben: Von 1991 bis 1996 hat der RTB unter Ihrer Regie die ersten fünf Remscheider Cityläufe veranstaltet.

Schneider: Das war speziell in den Anfangsjahren sehr anspruchsvoll und hart gewesen, bis sich alles etabliert hatte. 1996 haben wir die Veranstaltung dann an den RSV übergeben. Ich gehöre übrigens auch zu den Mitbegründern des Röntgenlaufs.

Haben Sie eine Erklärung dafür, warum es den Citylauf mittlerweile nicht mehr gibt?

Schneider: Die Zeiten ändern sich, und die Laufszene hat sich verlagert. Die Leute sind es leid, mehrere Runden über den Asphalt durch die Stadt zu laufen. Sie bevorzugen zunehmend extremere Läufe in der Natur.

Sie sind dem RTB über all die Jahre treu geblieben. Warum?

Schneider: Ich habe die meiste Zeit meines Lebens in Reinshagen gewohnt. Da ist es ideal, so schnell in der Halle, im Stadion und im Wald zu sein. Man trifft die Sportkollegen und kann gemeinsam etwas unternehmen. Herrlich.

Also haben Sie vor, auch in Zukunft etwas für den RTB zu machen?

Schneider: So ist der Plan. Ich bleibe fit und in Kontakt mit den Leuten – besser geht es nicht.

Wie sehen Sie den RTB für die Zukunft aufgestellt?

Schneider: Wir sind für die kommenden Aufgaben gerüstet. Ich sehe uns gut aufgestellt, wozu auch die aufstrebende Hockey-Abteilung beiträgt. Wir haben konstant rund 600 Mitglieder. Mal sind es 580, mal 630. Dazwischen pendelt es sich immer wieder ein. Wichtig ist, dass wir nicht groß zu Trainingszwecken in andere Stadtteile ausweichen müssen.

ZUR PERSON EDGAR SCHNEIDER:
Geboren ist Edgar Schneider am 24. März 1946 in Neumagen-Dhron an der Mosel, zugehörig zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues. Im Alter von acht Jahren ist er mit seinen Eltern nach Remscheid gekommen. Seitdem ist er Mitglied beim RTB und hat dort über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichen Bereichen Verantwortung übernommen. Mit seiner Lebensgefährtin ist er in Reinshagen zu Hause, mit zwei früheren Ehefrauen hat Schneider vier Töchter und fünf Enkelkinder. Er ist gelernter Heizung-Klima-Sanitär-Meister.


Druckversion          © 2004-2019 by Reinshagener Turnerbund 1910 e.V.